Verfeinerung des grundlegenden Könnens

Wenn die grundlegende Befähigung noch verbessert werden soll kommen die Fertigkeiten ins Spiel. Hier bietet Dir Sastridan deutlich über 100 Fertigkeiten an, welche in unsere Spielwelt passen, und die Du mit Deinem Charakter erlernen kannst.

Manche Fertigkeiten sind für bestimmte Berufe schwerer zu erlernen oder einfach extrem untypisch. In solchen Fällen reden wir von Ausnahmefertigkeiten. Dein Charakter kann sie dennoch erlernen, nur muss er dafür mehr Erfahrung aufwenden.

Einfaches Beispiel wäre ein Hexer, der Kampf zu Pferd erlernen möchte. Auf Sastridan hat er durchaus die Möglichkeit dazu, aber da sich diese Fertigkeit mit seiner bisherigen Ausbildung stark unterscheidet, wird er mehr Energie und Erfahrung investieren müssen als das zum Beispiel ein Glücksritter tun müsste, der es gewohnt ist stark körperlich beanspruchende Fertigkeiten auszuüben.


Man kann dabei grob zwischen 4 Kategorien unterscheiden:

  • Basisfertigkeiten
    Jede menschenähnliche Spielfigur unserer Welt erhält diese Fertigkeiten auf einem bestimmten Startwert. Es sind Dinge, die einem von den Eltern beigebracht oder beim Spielen mit Freunden etc. entdeckt wurden) Beispielhaft wären hier Klettern, Schwimmen oder auch Verstecken zu nennen.

  • Berufsfertigkeiten
    Gemäß der Wahl seines beruflichen Werdegangs erhält die Spielfigur bestimmte passende Fertigkeiten jeweils mit einem Startwert, welche ihr während der Ausbildung beigebracht wurden) Ein Beispiel hierzu wäre Zauberkunde bei einem Magier.

  • Hobbyfertigkeiten
    Hier darf jeder Abenteurer bis zu 5 Fertigkeiten wählen, die seiner Figur am Herzen liegen oder ein Interesse daran erwachsen ist) Anders als bei den ersten beiden Punkten gibt es hier allerdings keinen Startwert.

  • Waffenfertigkeiten
    Sei nur der Vollständigkeit halber als eigener Punkt aufgeführt, denn auf Sastridan erlernt man separat mit den Waffen zu kämpfen. So kann natürlich jemand der Langschwert erlernt hat auch behelfsmäßig mit einem Krumsäbel umgehen, aber ist mit einem Langschwert in der Hand deutlich effektiver) Im Prinzip setzt sich dieser Punkt aus den Punkten 2 und 3 zusammen, denn jede Berufsausbildung bringt auch ein gewisses Maß an Waffenausbildung mit sich und wem das nicht reicht, der kann unter Punkt 3 dann noch weitere Waffenfertigkeiten wählen.

Was unser Fertigkeiten System gegebenenfalls von anderen Spielen noch unterscheidet ist der Punkt, dass es auf Sastridan eine sogenannte Routine Option für Fertigkeiten gibt. Dies bedeutet, wann immer ein Charakter in einer Fertigkeit mindenstens den Erfolgswert 10 erreicht hat, kann er seine Routine in dem Bereich ausspielen.

Sprich es ist nicht mehr nötig in jeder Situation für die Fertigkeit zu würfeln. Man geht dann so vor, dass der Charakter die Probe auf jeden Fall schafft, aber er muss entsprechend Zeit haben und darf keinesfalls unter Stress stehen. Der Spielleiter legt dann einen passenden Faktor fest, den ein Charakter mit Fertigkeitswert von 20 erreichen würde.

Für jeden Punkt unterhalb dieser 20 steigt oder sinkt der Faktor dann um 5 Prozent. Ein Beispiel wäre ein Dieb der eine „gefundene“ Schmuckschatulle öffnen möchte. Er hat sich dafür einen abgelegenen Ort ausgesucht und will in Ruhe das Schloss knacken. Da der Charakter Schlösser öffnen bereits auf Erfolgswert von 15 beherrscht kann hier die Routine Option zum Tragen kommen.

Der Spielleiter legt fest, dass jemand mit einem Erfolgswert von 20 ca. 10sec. braucht um die Schatuelle zu öffnen. Das heisst dann unserem Dieb fehlen 5 Punkte bis zu 20. Er würde also 5 mal 5Prozent = 25 Prozent länger brauchen. Sprich er öffnet die Kiste erst nach 12,5sec aber ohne eine Probe würfeln zu müssen.

Stünde allerdings die Stadtwache vor der Tür, wäre das eine Stresssituation, und er müsste eine normale Probe würfeln. Den gleichen Effekt hätte er zum Beispiel auch, wenn er kein passendes Werkzeug zur Hand hätte.